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Stadtgeschichte
Jahrhundertelang war Kempten eine rivalisierende Doppelstadt: Die Freie Reichsstadt und die von einem Fürstabt regierte Stiftsstadt lebten in einem Spannungsverhältnis zwischen offener Feindschaft, Koexistenz und bedingter Kooperation.
Durch die Säkularisation verloren beide Gemeinwesen ihre Eigenstaatlichkeit und wurden im frühen 19. Jahrhundert bayerisch. Der Weg zu einem neuen Selbstverständnis städtischer Identität war freilich noch weit.
Bereits im 19. Jahrhundert etablierte sich Kempten als Zentrum der Allgäuer Milchwirtschaft. Diese Position wurde von Oberbürgermeister Dr. Otto Merkt (Amtszeit 1919-1942) weiter gefestigt. Auf seine Initiative wurden u.a. die Allgäuer Butter- und Käsebörse (1921) und das Haus der Milchwirtschaft (1925) gegründet.
Nach dem 2. Weltkrieg wuchs Kempten zu einem regionalen Zentrum mit weit reichender Ausstrahlungskraft.
Oberbürgermeister Dr. Georg Volkhardt (Amtszeit 1948-1952) und Bürgermeister Albert Wehr riefen 1949 die Allgäuer Festwoche ins Leben.
Oberbürgermeister August Fischer (Amtszeit 1952-1970) setzte mit der Gründung der stadteigenen Baugesellschaft Sozialbau langfristige Akzente gegen die Wohnungsnot nach dem Krieg, unterstützte die Integration der Heimatvertriebenen und machte Kempten zum Pilotprojekt des Bundes für die Altstadtsanierung. Im Mittelpunkt der Verkehrspolitik standen der Bau des "Mittleren Ringes" und der neue Hauptbahnhof, der 1969 den Sackbahnhof ersetzte.
Sein Nachfolger Dr. Josef Höß (Amtszeit 1970-1990) konnte die Stadt in die Epoche des größeren Kempten führen, nachdem durch die Gebietsreform 1972 die Fläche der Stadt von 24 auf 63 Quadratkilometer gewachsen war. Mit der 1978 eröffneten Fachhochschule festigte Kempten seinen Ruf als Schulstadt von besonderem Rang.
Durch die Säkularisation verloren beide Gemeinwesen ihre Eigenstaatlichkeit und wurden im frühen 19. Jahrhundert bayerisch. Der Weg zu einem neuen Selbstverständnis städtischer Identität war freilich noch weit.
Bereits im 19. Jahrhundert etablierte sich Kempten als Zentrum der Allgäuer Milchwirtschaft. Diese Position wurde von Oberbürgermeister Dr. Otto Merkt (Amtszeit 1919-1942) weiter gefestigt. Auf seine Initiative wurden u.a. die Allgäuer Butter- und Käsebörse (1921) und das Haus der Milchwirtschaft (1925) gegründet.
Nach dem 2. Weltkrieg wuchs Kempten zu einem regionalen Zentrum mit weit reichender Ausstrahlungskraft.
Oberbürgermeister Dr. Georg Volkhardt (Amtszeit 1948-1952) und Bürgermeister Albert Wehr riefen 1949 die Allgäuer Festwoche ins Leben.
Oberbürgermeister August Fischer (Amtszeit 1952-1970) setzte mit der Gründung der stadteigenen Baugesellschaft Sozialbau langfristige Akzente gegen die Wohnungsnot nach dem Krieg, unterstützte die Integration der Heimatvertriebenen und machte Kempten zum Pilotprojekt des Bundes für die Altstadtsanierung. Im Mittelpunkt der Verkehrspolitik standen der Bau des "Mittleren Ringes" und der neue Hauptbahnhof, der 1969 den Sackbahnhof ersetzte.
Sein Nachfolger Dr. Josef Höß (Amtszeit 1970-1990) konnte die Stadt in die Epoche des größeren Kempten führen, nachdem durch die Gebietsreform 1972 die Fläche der Stadt von 24 auf 63 Quadratkilometer gewachsen war. Mit der 1978 eröffneten Fachhochschule festigte Kempten seinen Ruf als Schulstadt von besonderem Rang.
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