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Soziale Stadt - Sankt Mang

Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Die Soziale Stadt“ zur Förderung von Stadtteilen mit einem besonderen sozialen Entwicklungsbedarf ist das Quartiersmanagement (oder auch Stadtteilmanagement) ein Verfahren der Stadtteilentwicklung.

Das Städtebauförderungsprogramm „Die Soziale Stadt“ wird seit 1999 zur Förderung von Stadtteilen mit einem besonderen sozialen Entwicklungsbedarf bundesweit umgesetzt. Das Programm basiert auf einer Bund–Länder–Initiative und wird unter Beteiligung der Kommunen umgesetzt.

Die Merkmale der Strategie des Quartiersmanagement sind die Stadtteilorientierung der Förderung (Quartier) und ein innovativer, integrativer und aktivierender Ansatz der Steuerung (Management).

Seit dem Jahr 2005 arbeiteten die für die Stadtentwicklung verantwortlichen Akteure des Stadtrates, der Stadt Kempten sowie unterschiedliche Akteure Sankt Mangs daran, dass der Stadtteil in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen wurde.

Seit dem 01.09.2007 ist das Quartiersmanagement in Sankt Mang tätig. Nach einem Auswahlverfahren beauftragte die Stadt Kempten das Diakonische Werk – Johannisverein Kempten e.V. mit der Trägerschaft des Quartiersmanagement. Die Diakonie stellt die räumlichen und personellen sowie konzeptionellen Rahmenbedingungen für die Stadtteilarbeit. Die konkreten Einzelheiten ergeben sich aus einem Vertrag, welcher zwischen der Stadt und dem Diakonischen Werk geschlossen wurde.
 
Voraussetzung für die Aufnahme Sankt Mangs in das Programm war eine sozialräumliche Untersuchung, welche durch die „empirica – Qualitative Marktforschung, Stadt- und Strukturforschung GmbH“ 2005-2006 (Vorbereitende Untersuchungen) durchgeführt wurde. Die entsprechenden Ergebnisse aus dem Jahr 2006 mündeten in das „Integrierte Handlungskonzept“, das durch einen Stadtratsbeschluss vom 24.05.2007 abgesegnet wurde. Das Quartiersmanagement orientiert seine Arbeit an dem im Handlungsplan beschriebenen Handlungsfeldern, entwickelt und schreibt diese zudem fort.

Überblick zu den Begriffen

Soziale Stadt

  • sorgt für eine nachhaltige Entwicklung für Stadtteile mit einem erhöhten Entwicklungsbedarf
  • verknüpft die Interessen der im Stadtteil Lebenden und Handelnden
  • bündelt eine Vielzahl von verschiedenen Aufgaben in Abstimmung mit den Verantwortlichen

Quartiersmanagement

  • nimmt die Interessen des Stadtteils wahr
  • gibt Hilfestellung bei der Weitergabe und der Realisierung von Bedürfnissen
  • begleitet, berät und vertritt die Bürger/innen, um deren Lebenssituation zu verbessern
  • es macht Interessensunterschiede öffentlich, bietet aber übergreifende und gemeinsame Interessen als Ansatzpunkte für Projekte
  • es nutzt vorhandene personelle und organisatorische Ressourcen des Stadtteils (Kirchengemeinden, Vereine und Organisationen)
  • es bindet politische, soziale und wirtschaftliche Handlungsfelder ein und fördert somit Synergieeffekte

Stadtteilbüro

  • Kontaktstelle für die Bewohner/innen des Stadtteils
  • geregelte Öffnungszeiten stellen Ansprechbarkeit sicher
  • das Büro integriert Beratungsangebote und hält Informationsveranstaltungen ab

Stadtteilkoordination

  • Zusammentragen von Informationen über alle im Gebiet geplanten Vorhaben nach den integrierten Handlungskonzept Vernetzung der lokalen Akteure und Experten untereinander und mit den öffentlichen Einrichtungen
  • Aufbau einer Öffentlichkeitsarbeit, um über die Arbeit im Projektgebiet zu informieren
  • Aufnahme, Bündelung, Organisation und Weitergabe von Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner an die Verwaltung
  • Transparenz bei allen Projekten und Entwicklungen im Stadtteil zum Erhalt der Unterstützung von Seiten der Bürger wieder Stadtverwaltung
  • Organisation von Beteiligungsverfahren im Stadtteil

Bewohneraktivierung

  • das Stadtteilbüro ist Ausgangspunkt für die Mobilisierung der Bürger/innen des Stadtteils
  • die Bürgerbeteiligung wird der jeweiligen Situation angemessen erfolgen und greift auf vorhandene Ressourcen zurück
  • Einbezug von kleingewerblichen Potentiale in die Aktivitäten

Projektinitiierung

  • Projekte zur sozialen, ökonomischen und baulichen Innovation im Stadtteil werden übergreifend und mehrdimensional formuliert, angeregt und umgesetzt
  • Unterstützung der im Stadtteil aktiven Träger von Projekten
  • Projektideen werden gebündelt und kommuniziert
  • Hilfestellung bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten wird angeboten

Erfolgskontrolle

  • das Quartiersmanagement ist in die Lenkungsgruppe und Arbeitskreise der Kommune eingebunden und gibt regelmäßig Bericht über den Projektverlauf
  • es ist laufend von der Projektsteuerung über den Stand der Verfahren und der Finanzierung informiert
  • es hält sich über den Fortgang der Arbeiten und Projekte im Quartier auf dem Laufende
  • es erstellt Zwischen- und Abschlussberichte
  • es betreibt eine informative Öffentlichkeitsarbeit

Aktuelle Aktivitäten

  • Stadtteilbesichtigungen mit unterschiedlichen Akteuren zu unterschiedlichen Themen (Senioren, Kinder und Jugendliche, Freizeitflächen, Infrastruktur
  • Vorbereitung und Planung sozial-integrativer Projekte (generationenübergreifend)
  • Konzeptionsarbeit
  • Öffentlichkeitsarbeit


Weitere Informationen erhalten Sie von:

Mareike Helm
Melanie Rutherford

Quartiersmanagement
Stadtteilbüro Sankt Mang

Im Oberösch 3
87437 Kempten (Allgäu)

Tel. 0831 9605700
Fax 0831 9605702
E-Mail: sanktmangE-Mail at Zeichendiakonie-kempten.de
www.diakonie-kempten.de/
www.sanktmang.de/


Öffnungszeiten:
Dienstag und Donnerstag: 14.30 – 18.30 Uhr
Mittwoch: 09.30 – 13.00 Uhr


Soziale Stadt - Sankt Mang