Jahr 2016

Miteinander in Schwaben: Erfahrungsaustausch bringt Kempten und Augsburg bei kommunalen Anliegen näher

10. Februar 2017. Bei einem Treffen im Kemptener Rathaus haben Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle und sein Augsburger Amtskollege Dr. Kurt Gribl die gute Kooperation bei wichtigen Fragen betont. Die Themen Bildung und Wohnungsbau standen bei dem gemeinsamen Austausch im Vordergrund.

Erfahrungsaustausch
Erfahrungsaustausch
Oberbürgermeister Thomas Kiechle wertete den Besuch der Augsburger Delegation als „hervorragende Möglichkeit, eigene Standpunkte zu definieren und zu gemeinsamen Vorschlägen zu kommen. Es ist gut, Themen und Bedürfnisse zu diskutieren.“
Beim Thema Hochschule wollen beide Städte nach Lösungen zur Zusammenarbeit suchen, um steigende Bedarfe im Fachkräftebereich (Soziale Arbeit) abzudecken – vor allem in Augsburg. Eine Intensivierung der Kooperation der Hochschule in Augsburg und Kempten ist als nächster Schritt angedacht, um beide Standorte zu stärken.
Auch die Wohnsituation ist ein Thema, das beide Städte beschäftigt. Das „Kemptener Modell“ ist eine spezifische Antwort, um über eine stufenweise Preisgestaltung für eine gute Durchmischung in den Wohnvierteln zu sorgen. Ob ein solches Modell auch für Augsburg in Frage kommt ist zu prüfen.
Die Bereiche Konversion, Stadtentwicklung und römisches Erbe wurden ebenfalls erörtert. Eine Zusammenarbeit auf wissenschaftlicher Ebene besteht bereits.

Aus dem Bereich Soziales

Gute Erfahrungen hat Kempten mit dem Quartiersmanagement, also der ausgewogenen Verteilung von Neubauwohnungen auf den Bestand. „Das ist ein sehr interessanter Ansatz für Augsburg“, sagte der Augsburger Sozialbürgermeister Dr. Stefan Kiefer. Auch beim Aktionsplan für Menschen mit Behinderung ist Kempten einen Schritt weiter. „Auch da können wir vom Knowhow unserer Nachbarn im Allgäu profitieren“, so Kiefer weiter.
Für Kempten sind hingegen die Augsburger Berechnungsgrundsätze für die Grundsicherung interessant, also Sozialmieter zu stärken, wie Benedikt Mayer, Kemptener Referent für Jugend, Schulen und Soziales, ausführt.

Wirtschaftlicher Austausch

Erfahrungen mit interkommunalen Gewerbegebieten und die Entwicklung guter Gewerbeflächen sind in Kempten von hohem Interesse. Allerdings stellen sowohl Kempten als auch Augsburg fest, dass im Bereich Logistik ein hoher Flächenverbrauch stattfindet. „Was das für die Zukunft der Gewerbeflächenentwicklung bedeutet, ist für beide Städte sehr spannend“, so Dr. Richard Schießl, Referent für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung.

Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl trug sich ins Goldene Buch der Stadt Kempten ein.

 

 zurück zur Übersicht