Jahr 2016

Festwochenkultur 2016 mit Bläser und Blues, Kabarett und Kult

4. August 2016. Residenzhofserenade, ein musikalisches Jungtalent, Wiederauferstehung der „Blues Brothers“, ein Wiedersehen mit Vielen und zum Abschluss konzertante Blasmusik: Das Programm der Festwochenkultur 2016 bietet für (fast) jeden Geschmack etwas.

Kultur im Residenzhof
Kultur im Residenzhof
Residenzhofserenade mit „Munich Brass Connection“, Samstag, 13. August

„Munich Brass Connection“? Klingt das nicht eher nach Jazzfrühschoppen als nach Residenzhofserenade? Die fünf Herren vermischen Klassisches mit Modernem, passen in keine Schublade. Und so stoßen Renaissanceklänge von Michael Prätorius auf Geniestreiche des alpenländischen Jazz-Exoten Werner Pirchner. Beethovensche Ländleridylle ist im burlesk-bajuwarischen Gewand von Jan Koetsier zu erleben. Avantgardistische Alphornmelodien österreichischer Herkunft treffen auf orientalisch-exotische Kreationen von Hans Kröll. Wenn die Fünf nicht als „Munich Brass Connection“ touren, dann sind sie als Orchestermusiker und Instrumental-pädagogen bei den Münchner Symphonikern, dem Staatstheater am Gärtnerplatz, den Augsburger Philharmonikern, der Niederbayerischen Philharmonie und der Grassauer Musikschule aktiv.

Jesper Munk, Sonntag, 14. August

Ist Deutsch-Däne, hat eine Stimme, die nach viel Whiskey und vielen Zigaretten klingt, wurde auf der Straße von Musikredakteuren des Bayerischen Rundfunks entdeckt: Jesper Munk. Manche halten ihn für eines der größten musikalischen Talente des Landes. Da staunt man schon. Das ZDF und die „Bravo“ sind sich in ihrem Lob für den jungen Mann (1992 in München geboren), der seine Songs selbst komponiert und textet, einig. Auf seinem zweiten Album „Claim“ „haut er Bluesrock-Bretter raus, die Jack White den Angstschweiß auf die Stirn treiben würden“ (Süddeutsche Zeitung). Michael Hurley, Willard Grant Conspiracy, Eric Burdon & The Animals und Sportfreunde Stiller – sie alle waren seine „Spielkameraden“. Und die Begeisterung der Bravo-Leser? Kann sich niemand so recht erklären. Macht aber nichts. Jesper Munk selbst liebt den Blues der Dreißiger- und Vierzigerjahre, nennt Charley Patton, Sonny Boy Williamson, Reverend Gary Davis.

Alfred Mittermeier, Montag, 15. August

Der Mittermeier Alfred ist der große Bruder vom Mittermeier Michael und – Grenzgänger. Grenzgänger zwischen Kabarett und Comedy, der virtuos von der großen(?) Politik zu den kleinen Alltäglichkeiten und zurück kommt. In Kempten gastiert er mit seinem aktuellen Programm „Extrawurst ist aus!“. Mittermeier sieht es so: „Für eine Handvoll Hirn ging man früher zum Metzger und aß sich schlau. Nun stellt sich die Frage: Essen wir zu wenig Hirnwurst? Darüber sollten wir nachdenken. Aber mit was? Wenn der Kopf nur noch zum Ohrenhalter taugt, dann wird’s bedenklich.“ Achtung! Die Veranstaltung ist auch für Veganer geeignet.

 The Blues Brothers, Dienstag, 16. August

Dan Akroyd und John Belushi hatten ihren ersten Auftritt als „Blues Brothers“ 1977. Drei Jahre später drehten sie den gleichnamigen Film, der schnell Kultstatus erlangte. Gut 30 Jahre später lassen 13 Musiker aus Kempten die legendäre Band wieder aufleben. Mit druckvoller Rhythmsection und sattem Bläsersound im Rücken bringen Jake und Elwood Hits wie "Everybody Needs Somebody", "Shake Your Tailfeather" und den "Jailhouse Rock" von Legenden wie Ray Charles, Elvis Presley und Aretha Franklin auf die Bühne. Der Abend im Residenzhof verspricht ein Feuerwerk aus musikalischen Klassikern und wilder Tanzlaune zu werden. Die „Blues Brothers Band“ steht mit ihrer Tribute Show dafür.

Rainer von Vielen, Donnerstag, 18. August

Im Jahr 1985 begannen „Faith No More“, die Urväter des Indie-Crossover, mit „We Care A Lot“ ihre Karriere. Der Song parodiert die angesichts des Reichtums der teilnehmenden Musiker als heuchlerisch beschriebene Situation rund um Benefiz-Festivals. Im Jahr 2015 haben „Rainer von Vielen“, die „Pop-Bastarde“ aus dem Allgäu, den Song ins Heute übertragen. Sie beweisen mit ihrem eigenen Text, dass er an Aktualität nichts eingebüßt hat und zollen mit ihrem Remake den Idolen ihrer Jugend Tribut. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Evergreens  der Band zu hören. Das Versprechen für das Sommerkonzert im Rahmen der Festwochenkultur: „Es wird heiß, heiß, heiß!“

Gemeinschaftskonzert Musikverein Sankt Mang, Freitag, 19. August

Den Abschluss der Festwochenkultur bildet traditionell das Gemeinschaftskonzert des Musikvereins Sankt Mang. In diesem Jahr kommen die Gäste, die Jugendmusikkapelle Sopron, aus Ungarn. Der Eintritt ist an diesem Abend frei, Spenden sind erwünscht.

Karten sind bei allen Vorverkaufsstellen von München Ticket, der Allgäuer Zeitung, der ticketBOX der bigBOX Allgäu und online unter www.muenchenticket.de erhältlich.
Informationen unter www.festwoche.com und Telefon 0831 / 25 25-234.

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