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mona wächst ins südliche Oberallgäu und ins Ostallgäu

5. Dezember 2017. Die Mobilitätsgesellschaft für den Nahverkehr im Allgäu (mona) erweitert ihren Verantwortungsbereich ins südliche Oberallgäu und ins Ostallgäu. Insgesamt schließen sich den bisherigen neun Gesellschaftern vier weitere an.

Damit umfasst das Gebiet der mona nun die Landkreise Oberallgäu und Ostallgäu sowie die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Kempten.

Die wichtigste Reform, mit der Anfang 2018 begonnen wird, ist die Schaffung einer gemeinsamen Tarifstruktur mit einheitlichen Tarifen im gesamten mona Gebiet. Alle 17 Verkehrsunternehmen stehen per Vertrag hinter dem Projekt. Finanziell wird das Projekt unterstützt von den Aufgabenträgern und durch die Regionalentwicklung Oberallgäu und Ostallgäu im Rahmen des LEADER-Programms. „Aufgrund der vielen Beteiligten (17 Verkehrsunternehmen und 4 Aufgabenträger), aber auch aufgrund der über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen in den einzelnen Tarifgebieten handelt es sich um ein sehr anspruchsvolles Projekt“, berichtet Helmut Berchtold. „Erst wenn diese Tarifharmonisierung umgesetzt ist, wird der Verkehrsverbund mona von den Bürgerinnen und Bürgern in der gesamten Region als die Marke für den öffentlichen Nahverkehr wahrgenommen werden. Und erst dann wird die Verbundgesellschaft in der Lage sein, den öffentlichen Nahverkehr insgesamt zu gestalten und Angebote zu vermarkten.“

Vertriebssystem mit Webshop und Handyticket

Ein weiterer Schwerpunkt die Umsetzung und Einführung des Projekts Schwabenbund Services. Dieses Projekt wurde von den bayerischen Mitgliedern des Schwabenbunds in Abstimmung mit den Verkehrsverbünden Mittelschwaben und mona auf den Weg gebracht.
Es handelt sich bei diesem Projekt um eine professionelle Vertriebsplattform mit Webshop und modernem Handyticketsystem. Damit reagiert die mona auf die fortschreitende Digitalisierung. Die Vertriebsplattform informiert über Mobilitätsangebote und stellt diese zur Buchung zur Verfügung – bequem von zu Hause aus bzw. unterwegs mit dem Smartphone. Buchungsvorgänge werden unabhängig von Büroöffnungszeiten der Vorverkaufsstellen und Verkehrsunternehmen.

Ein wichtiger Baustein in diesem Projekt ist die Verknüpfung von (Freizeit-)Aktivität und Mobilität. Künftig sollen beispielsweise Bergbahn- und Nahverkehrsticket kombiniert werden können. Über das künftige System Schwabenbund Services werden diese Angebote regionsübergreifend kommuniziert und zur Online-Buchung zur Verfügung gestellt. Auf der Platt-form vernetzen sich Freizeit- und Mobilitätsanbieter, um Produkte gemeinsam zu bewerben und kombiniert anzubieten. Schwabenbund und mona kooperieren dafür mit der Oberallgäu Tourismus Service GmbH (OATS). Das Projekt befindet sich derzeit in der Ausschreibungsphase. Die Inbetriebnahme soll 2019 erfolgen.

Haltestellenfahrplan und -ausstattung

Die Vielfalt der Fahrplanlayouts an Haltestellen ließen den Nahverkehr im Allgäu bislang häufig kompliziert erscheinen. Im Jahr 2018 wird die mona gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen auf Basis bereits vorliegender Entwürfe einheitliche Fahrpläne für die Haltestellen entwickeln. Darüber hinaus wird die mona in enger Abstimmung mit den Verkehrsunter-nehmen und den Aufgabenträgern die Ausstattungsmerkmale der Haltestellen festlegen. „Neben den Kriterien Fahrplankasten, Sitzbank etc. geht es hier auch um die Frage, welche Haltestellen mit elektronischen Fahrplananzeigen ausgestattet werden sollen“, berichtet Herbert Beck. „An gut frequentierten Haltestellen ist das heute Standard. Hier müssen wir gegenüber anderen Nahverkehrsgebieten aufholen. Allerdings ist das bei rund 2.500 Halte-stellen eine Aufgabe, die uns einige Zeit beschäftigen wird.“

Für die Dynamik und das Zusammenwachsen der einzelnen Teilregionen im Allgäu ist der Faktor Mobilität entscheidend. „Die Zusammenschlüsse unter dem Dach der mona erleichtern endlich die Kooperationen und die Projektarbeit über Landkreis- bzw. Stadtgrenzen hinaus“, sagt Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle stellvertretend für den Aufsichtsrat der mona.

Die mona Verkehrsunternehmer sind mehrheitlich regional tätige Allgäuer Familienbetriebe. Mit der Regionalverkehr Allgäu GmbH (RVA) gehören auch ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG und mit der Kemptener Verkehrsbetriebe und Beteiligungs-GmbH & Co. KG (KVB) ein Unternehmen der Stadt Kempten zum Gesellschafterkreis. Das Besondere: Unabhängig von ihrer Unternehmensgröße sind alle Verkehrsunternehmen gleichberechtigt.

Neben den vier neuen Gesellschaftern haben sich im Rahmen eines Kooperationsvertrags vier weitere Verkehrsbetriebe mit der mona vernetzt. Insgesamt kooperieren nun 17 Verkehrsunternehmen unter dem Dach der mona Allgäu. „Nachdem die beteiligten Verkehrsunternehmer in vielen Bereichen auch in Konkurrenz zueinander stehen, ist dieser Zusammenschluss und die intensive Zusammenarbeit besonders zu würdigen“, sagt der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Helmut Berchtold. „Die Verkehrsunternehmen unterstreichen dadurch ihr Ziel, den ÖPNV in der Region weiter voranbringen zu wollen. Insbesondere grundlegende bzw. strukturelle Änderungen können nur gemeinsam geschultert werden.“

Aufgrund der großen verkehrspolitischen Bedeutung des ÖPNV für die Aufgabenträger besetzte die Gesellschaft einen Aufsichtsrat. Die amtierenden Landräte der Landkreise Ostallgäu und Oberallgäu und die Oberbürgermeister der Städte Kaufbeuren und Kempten übernehmen die Aufsichtsratspositionen. Der Dank der mona geht an Landrätin Maria Rita Zinnecker, Landrat Anton Klotz, Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse und Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, die diese Regelung unterstützen. Ergänzt wird der Aufsichtsrat durch Mitglieder aus den Reihen der beteiligten Verkehrsunternehmen.

Seit im Jahr 2012 die Verkehrsstudie Allgäu das Potenzial des ÖPNV-Angebots im Allgäu aufzeigte, wird an einer integrierten regionsübergreifenden Planung der ÖPNV-Verkehre und eines zusammengehörigen Tarifverbunds gearbeitet. „Dass es jetzt gelungen ist, 17 Verkehrsunternehmen unter einem Dach zu vereinigen, ist ein großer Schritt“, sagt Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle. „Jetzt sind Strukturen geschaffen, auf die wir aufbauen und grundlegende Reformen durchführen können.“

Die primäre Aufgabe der mona ist es, das Leistungsangebot der 17 Verkehrsunternehmen zu vereinheitlichen und unter der Marke mona zu vermarkten. Es bedarf gezielter Aktivitäten, dieses Ziel zu erreichen. Die wichtigsten Schritte sind in Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern auf den Weg gebracht. Dazu gehören die Einführung einer einheitlichen Tarifstruktur sowie eines Online-Vertriebssystems, die Ausweitung digitaler Fahrgastinformationen und die Entwicklung eines Gestaltungskonzepts für Fahrpläne und Haltestellen im Gebiet.

„Das Interesse an ÖPNV-Angeboten ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen“, berichtet Geschäftsführer Herbert Beck. „Dies belegen die vielen Anfragen im mona-Kundencenter in Kempten, aber auch die Gespräche im Rahmen diverser Informationsveranstaltungen. Oft werden diese Anfragen mit konkreten Wünschen und Anforderungen an einen qualitativ guten ÖPNV verknüpft. Die Gespräche zeigen aber auch, dass die Bürge-rinnen und Bürger noch wenig über das bestehende ÖPNV-Angebot wissen. Aus diesem Grund ist die Fahrgastinformation – insbesondere die digitale Fahrgastinformation – ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit in 2018“, sagt Herbert Beck. Die ursprüngliche Planung einer – von vielen Fahrgästen gewünschten – Nahverkehrs-App wird nun über das Projekt Schwabenbund Services realisiert.

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