Masterplan 2050

Stadt Kempten ist eine von 19 Klimaschutz-Pilotkommunen

Als eine von nur 19 Kommunen und Landkreisen bundesweit ist die Stadt Kempten im Mai 2012 für die Teilnahme an dem bundesweiten Klimaschutz-Pilotprojekt "Masterplan 100 % Klimaschutz bis 2050" ausgewählt worden (mehr >). Mit dem nationalen Pilotprojekt betritt die Stadt Kempten (Allgäu) Klimaschutz-Neuland und erarbeitet Strategien, wie der Energieverbrauch bis ins Jahr 2050 mindestens halbiert und der Ausstoß klimaschädigender CO2-Emissionen und sonstiger Treibhausgase wie Methan oder Lachgas deutlich, um bis zu 95% gesenkt werden kann. Diese Ziele sind gleichbedeutend mit der Umsetzung der sogenannten Energiewende, die Deutschland nach der Umweltkatastrophe in Fukushima 2011 beschlossen hat. Die ausgewählten Masterplan-Kommunen stehen mit diesem Pilotprojekt im nationalen und internationalen Rampenlicht der energiepolitischen Diskussion.

Grundlage für die Teilnahme an dem Pilotprojekt ist die Erstellung eines Masterplanes, der aufzeigt wie Jahr für Jahr in Kempten mehr Energie eingespart bzw. effizienter genutzt werden kann. Ebenso analysiert der Masterplan, welche Mengen an erneuerbar erzeugten Energien in Kempten erzeugt und bereitgestellt werden können. Ein weiterer Schwerpunkt des Masterplan-Konzeptes ist die Frage, wie regionale Wirtschafts- und Finanzkreisläufe gestaltet sein müssen, damit die Energiewende in der Stadt Kempten wirtschaftlich positive Effekte hat.

Klimschutzstrategie 2050 beschlossen
Im Dezember 2013 hat der Kemptener Stadtrat dieses lokale Masterplankonzept einstimmig beschlossen - und damit grünes Licht für die Umsetzung des "Mammutprojekts Energiewende in Kempten" gegeben. Das Konzept zeigt auch, dass der bereits seit langem eingeschlagene Weg im Klimaschutz von der Stadt Kempten konsequent fortgeführt wird. Mit der Verabschiedung des Konzepts endet in Kempten auch die erste Phase des geförderten Masterplan-Pilotprojekts. Ab 2014 läuft die Projektphase II, in der konkrete Klimaschutz-Maßnahmen umgesetzt werden - die ersten vier Projekte daraus sind:

  • Pilotprojekt Energieeffizienz im Einzelhandel und Auswahl eines Stadtquartiers, in dem eine umfassende energetische Sanierung durchgeführt wird
  • Planung und Errichtung eines Fahrrad-Parkhauses
  • Umgestaltung des wissenschaftlichen Masterplankonzepts zu einer Bürgerbroschüre
  • Projekt zur Steigerung der Energieeffizienz in privaten Haushalten.  

Schwerpunkte Kommunikation und Bewusstswandel
In dem Pilotprojekt erhält die Stadt Kempten Fördermittel in Höhe von 400.000 Euro. Mit einem Teil der Fördermittel ist u. a. die Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen worden. Neben den verschiedenen technischen Aspekten und den Bereichen Stadtplanung und Mobilität bilden Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation und Bewusstseinsbildung die Schwerpunkte des Kemptener "Masterplans 100 % Klimaschutz bis 2050". Es geht darum, den Lebensstil und das Verhalten der Menschen, die in Kempten leben und arbeiten, zunehmend "nachhaltig" zu gestalten. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang beispielsweise die Informationsarbeit an Kindergärten und Schulen, durch die den Kindern und Schülern ein schonender und bewussterer Umgang mit natürlichen Ressourcen und Energie vermittelt wird.

Förderung
Gefördert wird das Projekt "Masterplan 100% Klimaschutz bis 2050" vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages in der BMU-Klimaschutzinitiative.

Vorgänger: "Energiezukunft 2020"
Das "Integrierte Klimaschutzkonzept Energiezukunft 2020" ging der Teilnahme an dem Masterplanprojekt sowie dem 2013 verabschiedeten Kemptener Klimaschutzkonzept 2050 voraus.


Masterplankonzept Klimaschutz 
Slogan Klimaschutz Kempten
Der langfristige Kemptener Klimaschutz-Fahrplan: "Masterplan 100% Klimaschutz bis 2050: Klima schützen - Kempten handelt".
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Förderer 
Foerderer
Das Pilotprojekt "Masterplan 100 % Klimaschutz bis 2050" wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
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