Planentwürfe 2012

Auf Grundlage der über 200 Bürger-Beiträge aus dem "Markt der Meinungen" sind Ende 2011/Anfang 2012 drei neue konzeptionelle Entwürfe zur Umgestaltung des Hildegardplatzes entstanden. Diese Konzepte sind im Planungs- und Bauausschuss am 7. Februar vorgestellt und nach Vorstellungen für die Öffentlichkeit, die Anlieger und die Marktleute im März 2012 im Stadtrat diskutiert worden. Der Stadtrat fasste am 15. März einen Grundsatzbeschluss für die "Variante A" der folgenden Entwürfe. In den Plänen werden die Wünsche und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger mit unterschiedlichen Überlegungen umgesetzt. Eine Zusammenfassung:

Parken & Wochenmarkt
Das Parkplatzangebot ist in allen drei Varianten auf 112 Stellpläte ausgeweitet. Alle drei Entwürfe sehen auch ausreichende Flächen für den Wochenmarkt vor; bei zwei Entwürfen kann diese sogar erweitert werden. 

Ausstattung & Bodenbelag
Unterschiedliche Ausarbeitungen gibt es in den drei Konzepten bei den Themen Grünflächen und Bäume, Wasser, bauliche Elemente und Mobiliar. Je nach Grundkonzept sind in der weiteren Ausarbeitung verschiedene Lösungen  für Sitzgelegenheiten, Spielpunkte, die Gestaltung eines kleinen Kioskgebäudes oder einen Brunnen denkbar und noch weiter zu entwickeln. Der vielfach gewünschte Marktbrunnen könnte sich zum Beispiel an dem auf historischen Darstellungen erkennbaren Brunnen mit Brunnenschale und -säule orientieren. Der Bodenbelag soll einerseits zu dem an Residenz- und Kornhausplatz passen, andererseits aber eine eigenständige, lebendige Flächengestaltung ermöglichen. Die wäre umsetzbar durch ein bewegteres Verlegemuster, größere Formate oder die Mischung mit andersfarbigen Granitsteinen.

Variante A

Entwurf Variante A
Entwurf Variante A
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In dem Vorschlag zur Variante A verstärken begleitende Baumreihen den gebauten "Rahmen" um die Basilika. Die bestehenden Baumreihen des Biergartens werden mit kleinkronigen Bäumen südlich weiter geführt. Die symmetrische Straßenführung am Fuße der Treppe des Stiftsplatzes betont die wichtige Westfassade und stärkt den Zusammenhang der Flächen am Kirchberg mit der gesamten Platzanlage.

Die Straße rückt damit von der westlichen Häuserzeile ab und es kann dort zusätzlicher Parkraum zwischen Straße und Häusern geschaffen werden. Diese Parktaschen bieten jeweils 2 x 6 Stellplätze, die auch während der Marktzeiten zur Verfügung stehen.

Am Fuße des Basilikahügels entsteht eine von Autos freigehaltene Platzfläche, auf der Begrünung und Einbauten frei angeordnet werden: Im Westen ist ein Marktbrunnen und im östlichen Bereich ein Kiosk vorgesehen. Markante Einzelbäume bieten Schatten; es gibt Sitz- und Spielangebote.

Der Basilikahügel wird südseitig mit Sitzelementen als Aufenthaltsbereich ausgestattet. Pflastersteine im Bereich des Brunnens und des Kioskes können durch Format und/oder Farbwechsel lebendiger gestaltet werden.

Variante B

Entwurf Variante B
Entwurf Variante B
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Die Verkehrserschließung bleibt wie in der bisherigen Planung; im westlichen Straßenabschnitt entstehen jedoch zusätzliche Parkflächen auf der Ostseite der Straße, die bei entsprechender Aufstellung der Stände auch zu Marktzeiten zur Verfügung stehen könnten.

Wesentliches, die Platzfläche bestimmendes Element bleibt der mit Bäumen bewachsene "grüne Hügel" der Basilika, dessen Kontur an der Südwestseite wieder ergänzt werden soll.  Die freie Platzfläche im Süden der Basilika wird durch ein flächiges Wasserspiel gestaltet, das zu Marktzeiten abgeschaltet und mit Ständen überstellt werden kann. Die Anordnung der Fontänen nimmt Bezug auf die symmetrische Seitenfassade der Basilika, die durch ebenfalls achsensymmetrisch angelegte Sitzstufen noch weiter betont wird.

Im westlichen Platzbereich ergänzt eine lockere Baumgruppe die bestehenden Großbäume am Fuß des grünen Hügels. Gegenüber dem Westeingang zur Residenz ist ein Kiosk vorgesehen. Im Umfeld der großen Bäume und des Kioskes können Sitzmöglichkeiten und Spielpunkte angeboten werden.

Variante C

Entwurf Variante C
Entwurf Variante C
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Hildegardplatz, Stiftsplatz und Kirchberg werden als einheitlich befestigte Platzfläche verstanden, auf der Nutzungen wie Parken, Spiel und Markt frei über den Platz verteilt und je nach Bedarf angeordnet werden können. Auch die Verkehrsführung wird nicht durch feste Fahrbahnmarkierung vorgegeben. Der Bereich, in dem Verkehr fließt, wird dafür durch bauliche Elemente, Bäume und langgestreckte, mobile Bänke definiert. Eine flache Wasserrinne - vergleichbar zum Residenzplatz - erinnert an den Schlangenbach und grenzt die Zone für den fließenden Verkehr von der Platzfläche ab.

Die Stellplätze werden in Einzelgruppen von 8 bis 10 Plätzen ebenfalls über den Platz verstreut angeboten und durch mobile, langgestreckte Bänke von reinen Fußgänger- und Aufenthaltsbereichen abgegrenzt. Zu Marktzeiten können diese Möblierungselemente verschoben und die gesamte Fläche für den Markt genutzt werden.

Am Stiftsplatz wird der fließende Verkehr an der Südseite geführt und die axiale Ausrichtung auf die Westfassade der Basilika durch Pflanzung einer Doppelreihe Magnolien hervorgehoben.

Als Aufenthaltsbereiche mit Bäumen, Bänken und Spielpunkten werden vom Basilikahügel aus Rasenflächen weiter in den Platz hineingezogen. Die bestehende Hügelkontur soll dabei jedoch erhalten bleiben. Ein Kiosk wird an der Nahtstelle zum Residenzplatz situiert, ein Marktbrunnen findet sich im Westen der Platzfläche.

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