Bürger-Beiträge

Überblick: Bürger-Wünsche zum Hildegardplatz
Überblick: Bürger-Wünsche zum Hildegardplatz
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Über 200 Beiträge haben Bürgerinnen und Bürger im "Markt der Meinungen" zur Gestaltung des Hildegardplatzes eingebracht. "Vielen Dank an die Bürgerinnen und Bürger, die die Chance genutzt haben, sich direkt an diesem Gestaltungsprozess zu beteiligen", so OB Dr. Ulrich Netzer, der ebenso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baureferates am Stand auf dem Wochenmarkt positiv überrascht von der Vielzahl und vor allem der Vielseitigkeit der Vorschläge und Wünsche für den Hildegardplatz war. "Die Resonanz war sogar besser als wir vorher gedacht hatten; nun nehmen wir alle Anregungen genau unter die Lupe - auch wenn es viele sind", stellte OB Dr. Netzer nach Ende der Ideen-Sammlung unter dem Motto "IHRE MEINUNG FÜR UNSEREN PLATZ" fest.

Im Planungs- und Bauausschuss stellte das Baureferat am 8. November eine erste Zusammenfassung der Bürger-Meinungen vor. Die Ideen und Vorschläge können demnach in fünf Kategorien unterteilt werden:

  • Verkehrsführung/Parkierung/Radverkehr/grundlegende Gesamtgestaltung
  • Brunnen/Bachlauf/Schlangenbach/Wasser allgemein
  • Oberflächenbefestigung/Pflaster
  • Grünanlagen/Bäume
  • Gastronomie/Sitzgelegenheiten/Spielpunkte

Dazu im Einzelnen:

1. Verkehrsführung/Parkierung/Radverkehr/grundlegende Gesamtgestaltung
Etliche Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine Platzneugestaltung entsprechend den Planunterlagen zum Bürgerentscheid. Die bisher vorgeschlagene Verkehrsführung wird vielfach begrüßt. Es sind jedoch auch einige Anregungen zur Einbahnregelung auf dem Platz unter Einbeziehung der Poststraße dabei. In diesem Fall müsste der Gesamtverkehr in einer Richtung, das heißt auch Schwerverkehr, über den Knotenpunkt Poststraße/Salzstraße abgewickelt werden, was auf Grund der dann erforderlichen Schleppkurven problematisch ist. Im Detail ist dies noch zu prüfen.
Ein anderes wichtiges Thema ist nach wie vor die Anzahl der Parkplätze. So wird die Erweiterung der Parkplätze durch beidseitiges Parken oder direkt auf dem Platz vielfach genannt. Einige Bürger plädieren auch für eine flexible Parkanordnung auf dem Platz.
Den Platz so zu belassen, wie er jetzt ist, und nur die Oberfläche zu verbessern, wünschen sich auch einige Bürger. Dem gegenüber wird auch der Vorschlag zu einem autofreien Platz genannt.

2. Brunnen/Bachlauf/Schlangenbach/Wasser allgemein
Auf dem Platz soll nach dem Wunsch vieler Kemptener ein attraktiver Marktbrunnen mit Trinkwasserqualität errichtet werden. Auch die Errichtung eines Brunnens nach historischen Vorbildern (Neugotische oder barocke Formen) wird mehrfach angeregt. Die Weiterführung des Schlangenbaches steht ebenso auf der Wunschliste mancher.

3. Oberflächenbefestigung/Pflaster
Bei der Oberflächenbefestigung wünschen sich viele Bürger gute Begehbarkeit  zum Beispiel durch großformatige Pflasterplatten mit geschlossenen Fugen. Es werden auch farbige Natursteine und verschiedene Verlegemuster vorgeschlagen. Auf Kopfsteinpflaster soll verzichtet werden. Es sollen geschnittene oder ebene Pflastersteine verwendet werden.

4. Grünanlagen/Bäume
Die Gestaltungsvorschläge sind hier weit gestreut, es überwiegt jedoch der Wunsch nach einer gut wahrnehmbaren und schattenspendenden Begrünung. Das geplante Baumquartier wird kritisiert und dafür mehr Einzelbäume bis hin zur Baumallee vorgeschlagen. Nach Möglichkeit sollen die bestehenden Bäume erhalten werden. Mobiles Grün mit wechselnden Bepflanzungen wird begrüßt.

5. Gastronomie/Sitzgelegenheiten/Spielpunkte
Der Platz braucht vielfältige Sitzgelegenheiten. Das sagen viele Bürgerinnen und Bürger und nennen dabei gleichzeitig schattenspendende Bäume. Feste Marktstände, Gastronomie auf dem Platz und einzelne Spielpunkte zur weiteren Belebung werden auch mehrmals genannt.

Wie geht es jetzt weiter?
Ziel ist nun, die Anregungen, Wünsche und Gestaltungsideen der Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess zu integrieren. Dabei soll der historische Platz so gestaltet werden, dass einerseits die funktionalen und städtebaulichen Qualitätsanforderungen erfüllt sind, andererseits möglichst viele Menschen sich dort auch wohlfühlen. "Sicherlich wird allerdings nicht jeder einzelne Wunsch realisierbar sein", so Dr. Netzer.

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