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Einzelhandelskonzept

Wie zahlreiche Rankingergebnisse zeigen, ist Kempten einer der attraktivsten Einzelhandelsstandorte in ganz Deutschland. Diesen haben Verwaltung und Stadtrat seit den 1990er Jahren mit einem Konzept für die Innenstadt strategisch entwickelt und gesichert.


Hohe Aufenthaltsqualität der Kemptener Einkaufsinnenstadt: Sitzmöglichkeiten

Die Stadt Kempten hat in den Jahren 2013 - 2015 das Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2009 grundlegend fortgeschrieben:

  • Das Konzept, das die Rahmendaten für den Einzelhandel analysiert, beschreibt und festlegt, ist seit Dezember 2012 aktualisiert und fortgeschrieben worden. Die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) hat dieses Einzelhandelskonzept im Auftrag der Stadt Kempten (Allgäu) erstellt (gedruckte Version bestellen >). Der Stadtrat hat dieser Fortschreibung mit räumlich und inhaltlich definierten Bereichen für die "Einkaufsinnenstadt" und zehn "Nahversorgungszentren" am 11. Juli 2013 zugestimmt (zum Stadtratsbeschluss >). Pläne siehe rechts auf dieser Seite
  • Ab Herbst 2014 wurde der Teilbereich Nahversorgung detailliert untersucht und im Rahmen einer ergänzenden Konzeption als Teil der Einzelhandelskonzeption der Stadt Kempten (Allgäu) 2013 am 16.07.2015 vom Stadtrat beschlossen. (zum Stadtratsbeschluss>). Der Abschlussbericht kann bei der Stadt Kempten (Allgäu), Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung in gedruckter Form bezogen werden (gedruckte Version bestellen >). Pläne siehe rechts auf dieser Seite

Die wichtigsten Ergebnisse aus dem
Einzelhandelskonzept in Kurzform (Stand Juli 2013):

> Stärken überwiegen deutlich im Gutachten:

Im Stärken-Schwächen-Profil des Gutachtens für den
Einzelhandelsstandort überwiegen die positiven Aspekte, u. a.:

  • Status als Oberzentrum sowie Tourismusregion
  • positive Bevölkerungs- und Kaufkraftentwicklung / hohe Zentralität und Kaufkraftbindung
  • breites Angebotsspektrum inkl. Lebensmittel sowie Kundenmagnetbetriebe und hoher Anteil an Verkaufsflächen in der Einkaufsinnenstadt
  • Multifunktionalität der Einkaufsinnenstadt (z. B. Rathaus, Theater, Museen, Dienstleister, Gastronomie)
  • attraktives bauliches Ensemble und urbane Atmosphäre
  • gute Erschließung durch ÖPNV
  • gutes Stellplatzangebot in der Einkaufsinnenstadt


Hohe Aufenthaltsqualität der Kemptener Einkaufsinnenstadt: Spielmöglichkeiten und Begrünung

     Als Detailprobleme werden in dem Gutachten u. a. genannt:

  • Angebotssituation Möbelsektor
  • Länge der Einkaufslage (Distanz Forum Allgäu - Kaufhof: ca. 1150 Meter)
  • Leerstände in Randbereichen der Einkaufsinnenstadt, v.a. Bäckerstraße


Defizite: Leerstände in der Bäckerstraße (rechts) und vereinzelt am Rathausplatz (links).

> Bedeutung des Einzelhandels für den Standort in Zahlen:

  • Im Einzugsgebiet des Einzelhandels der Stadt Kempten leben gegenwärtig ca. 331.350 Personen, davon 19 Prozent im Stadtgebiet und 81 Prozent im überörtlichen Einzugsgebiet. 
  • Kempten verfügt mit fast 3.400 m² Verkaufsfläche je 1.000 Einwohner über einen sehr hohen Besatz an Einzelhandelsflächen. Die GMA-Kennziffer für die deutschen Mittelstädte (50.000 – 100.000 Einwohner) liegt bei knapp 2.200 m².
  • Der Einzelhandelsbestand in Kempten umfasst 625 Betriebe mit einer Verkaufsfläche von ca. 217.850 m².
  • Der Kemptener Einzelhandel erzielte im Jahr 2012 eine Umsatzleistung von 662,2 Millionen Euro. 47 Prozent dieses Umsatzes stammt von Kunden aus dem Stadtgebiet. Der Kaufkraftzufluss aus dem überörtlichen Verflechtungsbereich betrug damit 53 Prozent.
  • Aus diesen Zahlen ergibt sich auch eine sehr hohe Zentralitätskennziffer von aktuell 184 (GMA, 2013). Damit gehört Kempten bundesweit zu den TOP-Standorten mit der stärksten Einzelhandelsanziehungskraft (siehe auch GfK-Einzelhandelszentralitätsindex 2012 >).

> Städtebaulich schutzwürdige zentrale Versorgungsbereiche:

  • Als städtebaulich schutzwürdige Bereiche und Investitionsvorranggebiete gelten in Kempten weiterhin die zentralen Versorgungsbereiche: die "Einkaufsinnenstadt" (siehe Plan, pdf >) und zehn "Nahversorgungszentren" (siehe Plan, pdf>)
  • Einzelhandel mit zentrenrelevanten Sortimenten ist dem Konzept folgend weiterhin ausschließlich in den definierten zentralen Versorgungsbereichen anzusiedeln oder zu erweitern. Dabei kann in der "Einkaufsinnenstadt" das gesamte zentrenrelevante Sortiment vorkommen, in den "Nahversorgungszentren" gilt eine Fokussierung auf den kurzfristigen Bedarfsbereich (Lebensmittel und Reformwaren, Brot- und Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren, Drogeriewaren, Parfümeriewaren, Kosmetika, Apothekerwaren, Sanitätswaren, Schnittblumen, Papier- und Schreibwaren, Schulbedarf, Zeitschriften, optische Waren).
  • Maßgeblich für die Zuordnung von Waren ist hier die "Kemptener Liste zentrenrelevanter Sortimente" (siehe Liste, pdf>)
  • Für zentrenrelevante Randsortimente bei der Ansiedelung oder Erweiterung so genannter "Mehrbranchenunternehmen" (z. B. Möbel-, Bau- oder Gartenmärkte) gilt eine maximale Verkaufsfläche von 200 m² je Einzelsortiment. Darüber hinaus soll die Summe dieser Randsortimente 10 % der jeweiligen Gesamtverkaufsfläche nicht überschreiten.  

Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Nahversorgungskonzept in Kurzform (Stand Juli 2015):

  • Das bisherige Nahversorgungskonzept aus dem Jahr 2006 mit seiner Fokussierung der nahversorgungsrelevanten Sortimente auf 10 Nahversorgungszentren und der entsprechend restriktiven Handhabung von Ansiedlungs- und Erweiterungsgesuchen außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche hat sich bewährt.
  • Alle 10 bestehenden Nahversorgungszentren konnten in ihrer Funktion als zentrale Versorgungsbereiche bestätigt werden.
  • Es besteht ein erheblicher Bedarf für einen fortwährenden Schutz der Nahversorgungsstrukturen an städtebaulich integrierten Standorten.
  • Vor diesem Hintergrund ist für die identifizierten Nahversorgungsstandorte der Erhalt einer besonderen Schutzwirkung und eine dortige Investitionslenkung besonders wichtig.
  • Die bestehenden Nahversorgungszentren weisen z.T. funktionelle und städtebauliche Mängel auf. Hier müssen fortlaufende Aufwertungsbemühungen erfolgen.
  • Die Kemptener Liste der zentrenrelevanten Sortimente wird zukünftig differenziert dargestellt: klare Trennung und Benennung der innenstadtrelevanten Sortimente und der nahversorgungsrelevanten Sortimente.
  • Während innenstadtrelevante Sortimente gezielt in die Einkaufsinnenstadt gelenkt werden sollen, ist die Neuansiedlung oder Erweiterung von Einzelhandelsbetrieben mit nahversorgungsrelevanten Kernsortimenten in allen zentralen Versorgungsbereichen (d.h. sowohl den Nahversorgungszentren als auch der Einkaufsinnenstadt) vorgesehen.
  • Als Ausnahme wird eine sogenannte „Kleinflächenregelung“ eingeführt. Anbieter bis 50 m² Verkaufsfläche sind an allen Standorten im Kemptener Stadtgebiet zulässig (z. B. Bäcker, Hofläden). Damit wird eine wohnortnahe Versorgung auch in bevölkerungsschwachen Stadtbereichen unterstützt.
  • Bei Neuansiedlungen von Betriebe an Standorten außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche, die nahversorgungsrelevante Sortimente als Randsortimente anbieten, darf der Umfang der nahversorgungsrelevanten Sortimente nicht über 10 % der Gesamtverkaufsfläche des Betriebs und nicht über 100 m² insgesamt hinausgehen; die Randsortimente sollen zudem branchentypisch sein.Wie zahlreiche Rankingergebnisse zeigen, ist Kempten einer der attraktivsten Einzelhandelsstandorte in ganz Deutschland. Diesen haben Verwaltung und Stadtrat seit den 1990er Jahren mit einem Konzept für die Innenstadt strategisch entwickelt und gesichert.

Kontakt und gedrucktes Einzelhandelskonzept bestellen:

Die Konzepte zur Einzelhandelsentwicklung (Einzelhandelskonzept 2013 und Nahversorgungskonzept 2015) können in gedruckter Form gegen eine Schutzgebühr bestellt werden via E-Mail an wifoeE-Mail at Zeichenkempten.de oder telefonisch unter 0831 2525-399:

  • Einzelhandelskonzept der Stadt Kempten (Allgäu) 2013: 50 EUR zzgl. 2 EUR Versandkosten
  • Nahversorgungskonzept der Stadt Kempten (Allgäu) 2015: 50 EUR zzgl. 2 EUR Versandkosten
  • Einzelhandelskonzept und Nahversorgungskonzept im Paket: 70 EUR zzgl. 2 EUR Versandkosten

 

 


Stadtratsbeschluss zum Einzelhandel - Juli 2013 

Stadtratsbeschluss zum Einzelhandel - Juli 2015 

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