Untersuchungsbereiche

Berliner Platz

Gebiet Berliner Platz
Gebiet Berliner Platz
Größe: 42 ha

Für diese Flächen rund um den Berliner Platz wurde ein Untersuchungsbereich für die vorbereitenden Untersuchungen festgesetzt, welcher teilweise sogar über die unmittelbar militärisch genutzten Flächen hinaus reicht. Zu diesem Untersuchungsbereich führen insbesondere Fragen der Erschließung, die aufgrund der Lage am bedeutendsten Knotenpunkt Kemptens und zwei sich kreuzenden Bundesstraßen als sehr schwierig einzustufen ist. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt die Frage nach dem notwendigen Immissionsschutz, der auch für hochwertige Gewerbeflächen zwischenzeitlich eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt.

Gleichzeitig kommt diesem Bereich allein schon aufgrund der flächenmäßigen Größe und der Tatsache, dass es sich um den wesentlichen Stadteinfahrtsbereich Kemptens von Osten handelt, eine besondere städtebauliche Bedeutung zu. Es besteht ein wesentliches Missverhältnis zwischen dem aktuellen Zustand von Flächen im Untersuchungsbereich und den möglichen Nutzungen. Zusätzlich sind im Umfeld der militärischen Flächen in weiteren Bereichen städtebauliche Missstände festzustellen. So ist z. B. beim jetzigen Anschlusspunkt der Peter-Dörfler-Straße einer der Hauptunfallschwerpunkte des Stadtverkehrs zu lösen. Dies sollte bereits in Form eines Bebauungsplans angegangen werden, der dann aktuell aufgrund der unklaren Situation der Militärflächen vorerst zurückgestellt werden muss. Nur mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen können hier wesentliche Verbesserungen im Zuge der Neuordnung erreicht werden, hier wären z. B. Bodenordnung, Freilegung von Grundstücken, Herstellung und Änderung von Erschließungsmaßnahmen und Infrastruktureinrichtungen und weitere Maßnahmen zu nennen.

Ziele:

  • Nachnutzung der Konversionsfläche im Rahmen einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung, Sicherstellung der besonderen städtebaulichen Ziele.
  • Neuordnung bereits bebauter Ortslagen, denen eine andere städtebauliche Nutzung und damit auch eine andere städtebauliche Funktion zugedacht werden soll. Es besteht ein qualifizierter städtebaulicher Handlungsbedarf, der ein planmäßiges und aufeinander abgestimmtes Vorgehen erfordert und aufgrund der Rahmenbedingungen von Verkehr, Erschließung, Immissionsschutz, Grünstrukturen und Topographie größere Neuordnungsbemühungen erfordert.
       

Lazarett

Gebiet Lazarett
Gebiet Lazarett
Größe: 8 ha

Der Untersuchungsbereich für die Konversionsflächen am Haubensteigweg umfasst einen wesentlich kleineren Bereich als der am Berliner Platz. Der Bereich ist geprägt vom Adenauerring mit seiner hohen Verkehrsbelastung im Osten, der Schulanlage des Carl-von Linde-Gymnasiums im Norden des Haubensteigwegs und der Calgeer-Grünanlage im Süden des ehemaligen Lazaretts. Im Westen schließt dann ruhige und hochwertige Wohnbebauung in Villenform an der Parkstraße an. Das Lazarett liegt in einem ansonsten großzügigen öffentlichen bis halböffentlichen Grünbereich und blockiert sowohl durch die Einzäunung als auch durch die Gebäudeanordnung Wege- und Blickbeziehungen zwischen Schule und Park.
Auch hier sind die Rahmenbedingungen insgesamt schwierig und erfordern unter Umständen eine grundsätzliche Neuordnung insbesondere wegen Fragen der Erschließung und der Nutzungen. Vorstellbar wäre auch eine grundsätzliche Neuordnung von Freiraum und Bebauung entlang der Ostseite des Rings.

Ziele:

  • Nachnutzung der Konversionsfläche im Rahmen einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung, Sicherstellung der besonderen städtebaulichen Ziele
  • Neuordnung bereits bebauter Ortslagen, denen eine andere städtebauliche Nutzung u. damit auch eine andere städtebauliche Funktion zugedacht werden soll. Es besteht ein qualifizierter städtebaulicher Handlungsbedarf, der ein planmäßiges und aufeinander abgestimmtes Vorgehen erfordert und aufgrund der Rahmenbedingungen von Verkehr, Erschließung, Immissionsschutz, Grünstrukturen und Topographie größere Neuordnungsbemühungen erfordert.