Geschichte

Orangerie im Sommer
Orangerie im Sommer

Die Orangerie

Gemälde der Orangerie
Gemälde der Orangerie
Die Orangerie wurde um 1780 unter Fürstabt Honorius Roth von Schreckenstein erbaut. Sie bildete den nördlichen Abschluss des fürstabtlichen Hofgartens, in dem vier künstliche Fischweiher angelegt waren. Nach der Säkularisation ging das Gebäude 1804 in Privatbesitz über und wurde als Wohnhaus genutzt.

1923 erwarb die Stadt das Gebäude und übereignete es 1935 mit den dazugehörigen Grundstücken der Wehrmacht, wodurch der Bau der „Prinz-Franz-Kaserne“ möglich wurde. Die Orangerie diente lange Zeit als Offizierskasino. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel der Besitz an den bayerischen Staat und wurde als Ausländerlager genutzt, später dann als Jugendherberge und „Haus für Notunterkünfte“.

1961/62 gelangte die Orangerie wieder in den Besitz der Stadt  und wurde gründlich saniert. Seit 30. März 1963 ist sie nun Sitz der Stadtbibliothek. Am 17. März 1966 zerstörte ein Brand den gesamten Westflügel und den Kuppelsaal. Im Januar 1967 konnte die Stadtbibliothek wiedereröffnet werden.

Entwicklung der Stadtbibliothek Kempten

Brandschäden 1966
Brandschäden 1966
Den Grundstock für die Stadtbibliothek in Kempten legte im Jahre 1437 der Priester Hans der Roth durch die Stiftung von sechs Büchern für die Kirchenbibliothek St. Mang. Beim „Großen Kauf“ 1525 erwarb die Reichsstadt die Bibliothek. Weitere Stiftungen und Schenkungen an die „Stadt- und Kirchenbibliothek Kempten“ folgten. Bis 1766 war die Bibliothek im südlichen Seitenschiff der St. Mang-Kirche untergebracht. Bibliothekare waren zuerst die Pfarrer der Kirche, dann die jeweiligen Rechtsgelehrten der Stadt. Nach der Kirchenrenovierung wurden die Bücher auf dem Dachboden im altstädtischen Schulhaus gelagert.

1855 kam es zur Trennung der „Stadt- und Kirchenbibliothek Kempten“. Die evangelische Kirchenstiftung St. Mang übernahm die theologischen und einen Teil der historischen Werke. Der weltliche Teil des Buchbestandes verblieb bei der Stadtbibliothek.

Erst mit dem Umzug in das Erdgeschoss des Kornhauses 1880 war die Stadtbibliothek der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Ein weiterer Standort war ab 1921 in der Salzstraße.

1963 folgte der Umzug in die 1780 unter Fürstabt Honorius Roth von Schreckenstein erbaute spätbarocke Orangerie, die ein Jahr zuvor für die Gartenbauausstellung gründlich saniert wurde. Am 17. März 1966 brach in dem Gebäude ein Brand aus, der den Kuppelsaal und den Westflügel schwer beschädigte; zudem vernichtete das Feuer rund ein Drittel des Buchbestandes der Stadtbibliothek.

Heute verfügt die Bibliothek über etwa 130.000 Medien. Das breit gefächerte Angebot reicht von Romanen, Sachbüchern, Kinder- und Jugendbüchern bis hin zu aktuellen Hörbüchern, Musik-CDs, DVDs, Spielen, E-Books Readern, elektronischen Medien, Zeitungen und über 60 laufend gehaltenen Zeitschriften. Im Stadtteil Sankt Mang befindet sich die Stadtteilbibliothek im Rotschlößle.

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Orangerie nach dem Brand im Jahr 1966
Orangerie nach dem Brand im Jahr 1966

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Öffnungszeiten 
Stadtbibliothek in der Orangerie
Dienstag bis Freitag
von 10 bis 18 Uhr
Samstag
von 10 bis 13 Uhr

Kontakt 
Stadtbibliothek in der Orangerie
Orangerieweg 20-22
87439 Kempten (Allgäu)
Tel.: 0831 2525-723
E-Mail: stadtbibliothekE-Mail at Zeichenkempten.de

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